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Gauselmann – nach unsicheren Jahren wieder auf Kurs

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Lange Jahre waren Merkur Spiele in den Online Casinos für deutsche Spieler das Nonplusultra. Ein Online Casino ohne die Spiele von Merkur konnte man sich schlicht nicht vorstellen. Doch gegen Ende 2017 wurde es auf einmal sehr ruhig um die Spiele von Merkur. Die Gauselmann-Gruppe, zu der Merkur gehört, bot die Software für Online-Spiele plötzlich nicht mehr an. Die Casinos und auch die Spieler mussten sich nach neuen Spielen von anderen Herstellern umsehen. Nur ganz wenige Spiele überlebten diesen radikalen Abbau – und man musste schon ein richtiger Insider sein, um zu wissen, wo es diese Spiele überhaupt noch zu spielen gab.

Seit Mitte 2020 ist nun aber bereits wieder ein wenig Bewegung in die Sache gekommen. Die Aussicht auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland brachte die Aussicht, in einem Online Casino Merkur Spiele angeboten zu bekommen, wieder in realistischere Nähe. Und in der Tat fanden sich auch bald wieder Casinos, die den Spielern die Software aus deutscher Produktion anboten. Nur die Anzahl der Merkur-Spiele ist und war in diesen Casinos im Vergleich zu früheren Blütezeiten nicht mehr wiederzuerkennen. Wo man einst Dutzende solcher Spiele finden konnte, reichte es fortan nicht einmal mehr für eine Hand voll an Titeln. Man musste eine Zeit lang sehr genau hinsehen.

Unsichere Lage

Während die Präsenz von Merkur eine Weile immer dürftiger wurde, konnte man sich zurecht fragen, was hinter diesem Rückzug steckte. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die damalige Haltung der Regierung einen Beitrag dazu geleistet hatte, dass sich Merkur so gut wie vom Markt zurückgezogen hatte. Man musste eine Weile davon ausgehen, dass in Deutschland die Online-Casinos verboten würden. Wäre ein solches Verbot in Kraft getreten und das Verbot auch rigoros durchgesetzt worden, hätte für die Gauselmann-Gruppe ein enormer Schaden entstehen können. Durch einen geplanten und freiwilligen Rückzug hätte man hingegen den repressiven Handlungen seitens des Staates gerade noch entgehen können.

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Der Staat war insofern hellhörig geworden, weil trotz fehlender gesetzlicher Grundlage Spiele als „Made in Germany“ vertrieben worden waren. Dabei lauteten die Lizenzen oftmals auf andere Länder, beispielsweise die Isle of Man. Dieser Besitz der britischen Krone, der sich allerdings selbst verwaltet, ist dem Glücksspiel traditionell recht liberal gesinnt. Das kann man von einer deutschen Regierung selbst zu den besten Zeiten nicht behaupten. Lediglich in Schleswig-Holstein zeigte man sich zumindest zeitweise von der liberalen Seite und schuf eine gesetzliche Grundlage, um Glücksspiele online zu ermöglichen. Zahlreiche Betreiber nutzten diese Chance, unter anderem auch mit Merkur-Spielen im Angebot.

Was letztlich blieb, war die Unsicherheit über die Legalität der Spiele. Was einerseits durch das in der ganzen EU geltende Recht gedeckt war, war durch die deutsche Gesetzgebung lange gar nicht erfasst worden. Casinobetreiber beriefen sich auf die Gültigkeit von Gesetzen beispielsweise aus Malta im gesamten Bereich der EU. Für die Spieler ist und war dies allerdings nicht immer so gut zu verstehen. Man wähnte sich in einer Art rechtlicher Grauzone – und das wohl nicht zu unrecht.

Comeback unter neuer Gesetzgebung

Spätestens im Jahr 2020 zeichnete sich der Wille seitens der Bundesregierung ab, Glücksspiele im Internet zu regulieren – erstmals bundesweit. Die Anforderungen an die Betreiber sind seither nicht ohne. Unter anderem müssen die Einsätze auf maximal 1 € pro Spielrunde und die einbezahlten Beträge auf 1000 € pro Monat gedeckelt werden. Eine Spielrunde muss mindestens fünf Sekunden in Anspruch nehmen und bis auf wenige Ausnahme hat die Spielauswahl nur aus Automaten zu bestehen. Hinzu kommen weitere Bestimmungen zum Schutz des Wohls der Spieler, beispielsweise in Sachen Sperrdatei, die neu ebenfalls bundesweit besteht.

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Für die Gauselmann-Gruppe war dieser neue, 2021 in Kraft getretene Staatsvertrag die Chance, sich auf dem Markt neu zu positionieren. Da es nun in Deutschland lizenzierte Online Casinos gibt, liegt es nahe, dass diese auch die Software aus Deutschland beziehen sollten. Und weil es nur noch Slots zu spielen gibt (und der Gesetzgeber kaum mehr zulässt), konzentriert sich die Nachfrage bei den Spielen in Deutschland denn auch auf Slots. Die Konkurrenz, die andernorts mit innovativen Live-Spielen und immer besseren Grafiken und Hintergründen bei den entsprechenden Streams aufwartet, braucht die Gauselmann-Gruppe mit ihren Merkur-Spielen nicht zu fürchten.

Traditionell und bodenständig

Als Spieler schaut man vielleicht nicht immer so genau hin, wo die Software nun genau herkommen mag. Doch für einige ist dies mindestens ebenso wichtig wie das Spiel selber. Das gilt teilweise auch für die kreativen Köpfe, die hinter den einzelnen Casinos stecken. Deutsche Betreiber unterstützen deshalb sehr gerne die deutschen Entwickler. Und kaum ein Name ist dabei so sehr im Gedächtnis gespeichert wie jener von Merkur. Die strahlende und lachende Sonne im Logo gehört zu einem deutschen Online Casino dazu wie das Amen in die Kirche.

Wie bekannt der Name Merkur in Deutschland ist, sieht man selbst im Fußball. Der aktuelle Zweitligist Fortuna Düsseldorf trägt seine Heimspiele nämlich in der Merkur-Spiel-Arena aus. Die Gauselmann-Gruppe sicherte sich dazu im August 2018 die Namensrechte am 2004 neu eröffneten Stadion, welches das alte Rheinstadion ersetzte. Der Vertrag läuft zehn Jahre lang, sodass die Fortuna noch bis mindestens 2028 in der Merkur-Spiel-Arena ihre Gegner empfangen wird. Je nachdem in welcher Liga dies geschieht, sind die Sponsoring-Beträge ein wenig höher oder tiefer. Pro Saison in der 1. Bundesliga lässt sich die Gauselmann-Gruppe das Namensrecht 3,5 Millionen Euro kosten.

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Unterhaltung dank Abwechslung

Die große Stärke der Spiele von Merkur ist die Abwechslung. Der deutsche Entwickler setzt nicht auf ein bestimmtes Themengebiet, sondern entzückt die Spieler immer wieder mit neuen Hintergründen, Mechaniken und Layouts der Spiele. Spielautomaten im klassischen Design mit wenig Verzierung und einfachen Symbolen gehören ebenso zum Sortiment wie weiter ausufernde Themenwelten, die mit viel Fantasie entstanden sind. Außerdem vermögen die Merkur-Spiele nicht nur optisch zu überzeugen. Eine sehr wichtige Komponente ist in dieser Hinsicht auch jeweils der Soundtrack. Dieser macht einen Slot erst so richtig zu einem lohnenswerten Erlebnis. Wenn es im Hintergrund klingelt und der Mechanik eines alten Spielautomaten entsprechend Geräusche aus dem Lautsprecher kommen, fühlt man sich als Spieler schon fast wie in einem richtigen Casino. Doch eines gilt es stets im Hinterkopf zu behalten: Aus dem Spaß mit den Slots sollte niemals der Ernst des Lebens werden.

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